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Kaiura bis Franz Josef

Als wir morgens vom Wind, der gegen unser Zelt peitschte, geweckt worden ging es weiter Richtung Westküste über den Arthur Pass über Christchurch. Es war Ostersonntag, ohne Schokolade. In Christchurch frühstückten wir auf der Kofferraumklappe. Wie jeden Morgen, wenn es kein Müsli gibt, Erdnussbutter, marmelade, den scheibenkäse, der nach nix schmeckt und nochmehr erdnussbutter, das ganze mit ein, zwei cockies runtergespühlt gibt einen schönen Brei im Margen und lässt jedes Backpackerherz nochmehr nach coolem Frühstück schreien. Ich selbst gönn mir ab und zu noch Hummus, vegane paste, darauf gurke - ein Festmahl - aber ich schweife ab. Nach dem Essen gingen wir bei Mces auf Toilette und sahen alle fetten Neuseeländer versammelt wie sie ihr totes Tier fressen.bah...mc donalds ist wie zwei streifen kacken, weil man vergessen hat den Tanga runter zu ziehen (leicht verändertes Zitat von Sebastian 23). Nachdem wir nur für 20 Dollar, aus unerklärlichen Gründen getankt haben ging es weiter zum Arthurs pass. Hier kamen uns die ersten Nebelwände entgegen und verschwanden auf den Bergen, wie Rauch ohne Feuer. Eine epische Landschaft breitete sich vor unserer Motorhaube aus. Wir fuhren weiter. Immer Richtung Westen, der Heimat entgegen. Durch eine Welt aus Tannen, Nebel und riesigen Wasserfällen, an denen wir rasteten. Ein Papagei saß dort auf dem Asphalt und schaute mich an. Ihn schien es nicht großartig zu störren, dass ich da war. Ich kam ihm immer näher, irgendwann rannte er unter unser Auto. Mich störrte das nicht großartig. Kurz darauf kam ein zweites Auto. Um das eben klar zu stellen, wir waren mitten in der Pampa. Zwei Mädchen stiegen aus und sagten irgendwas, Freddy fragte wiebitte? und sie wiederholten es auf deutsch....ja deutsch. du kannst am Ende der Welt sein, in ein tiefes Loch springen und alles was du zu hören bekommst ist: hallo, du auch hier? das ist ja ein Zufall. Nein, ist es nicht, weil überall Deutsche sind. :D

Naja zurück zur Geschichte. Die Mädchen erzählten mir dann, dass der Papagei dein Auto kaput macht, wenn du nicht aufpasst, weil sie sehr interessiert an allem sind, was sich biegen lässt. In dem Moment ist mir eingefallen warum mir das Tier so bekannt vor kam. In einer Tierdoku über Neuseeland habe ich das schonmal gesehen. Wir tauschten mit den Mädchen Facebookadressen und fuhren weiter. Mit fast leerem Tank. Vor uns nur kleine Orte mit Tankstellen, die an einem Ostersonntag geschlossen haben. Extra Fee if you phone us 20 Dollars. Ja nee ist klar. 

So überlegten wir in dem Ort unser Zelt aufzuschlagen. Für einen Schlafplatz fragten wir bei einer Familie. Der Mann sagte uns, dass wir auf seinem Land schlafen können. Was wie sich herausstellte nicht so cool war, wie wir anfangs dachten. Er fuhr vorraus, wir hinterher, dort angekommen sagte er uns, dass wir überall unser Zelt aufschlagen können. Wir fuhren also das Auto auf das Gelände und stellten Fest, dass überall Kuhkot rumlag. Die wenigen Plätze, die frei waren, bestanden aus Moos und sobald man dort drauf trat sackten sie ein und die Schühe waren komplett unter Wasser. Dazu fiehl mir dann auch nurnoch ein Zitat von Sebastian ein: "Wir stecken bis zu den Knien in der Scheiße, Kopf über" und ohne Sprit. So konnten wir dann trotz der Lage noch ein bisschen Lachen, bis wir feststellten, dass überall um uns herum Fliegen waren, die sich auf die Haut setzten und zustachen. Böse Fiecher. Nachdem wir dann doch einen Platz fanden und meine Schuhe völlig durch waren, kam Freddy auf die Geile Idee das Auto genau da zu Parken wo ich vorher mit meinen Schuhen eingesackt war. Wie unschwer zu vermuten ist bewegte sich das Auto kaum noch einen Zentimeter. Nachdem ich dann vom Reifen komplett mit Dreck besudelt war und ich Freddy mehrfach erklären musste wie wir den Wagen wieder raus bekommen klappte es dann zum Glück.

Am nächsten Morgen mussten wir das Zelt auf dem Rücksitz ausbreiten, da es noch nass war. hinzu kamen unzählige Fliegen, die unser Auto der Wiese vorzogen und mit uns travelten. nach meinem zweiten Stich lief ich amok und tötete eine nach der anderen, es dauerte fast eine Stunde bis ich alle erwischt habe. doch in der Zwischenzeit hatten wir noch größere Probleme. Unser Sprit war immernoch fast leer. wir mussten dringend tanken. Nach Franz Josef waren es noch 20 km nach okura (oder so) nur 10km...aber okura liegt nicht auf dem Weg...naja wir haben keine Wahl, wir fuhren also diesen Umweg um dort festzustellen, dass es dort keine Tankstelle gibt. Also wieder zurück... Freddy und ich redeten bis Franz Josef kein Wort, schlateten alles ab was energie kosten könnte und wir schafften es....wie weiß ich nicht so genau. in Franz Josef kostete der Lieter allerdings auch 2,02 Dollar...was natürlich im Vergleich zu Deutschland nix ist, aber in Queenstown tanken wir für 1,78 und in wellington für 1,73. Das war uns in dem Moment jedoch egal, denn wir haben es wirklich geschafft und sind nicht liegen geblieben.  

7.4.10 06:32
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


anna-lenchen (12.4.10 14:17)
bevor du dafür noch geld ausgibst: der veggie-burger von mekkes schmeckt voll scheiße ~.~ linsenburger ftw!

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